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Meinung der Umfrage: Montags und samstags bleibt der Briefkasten leer

Stand:

Mit unserer Umfrage zur werktäglichen Briefzustellung haben wir wohl einen Nerv der VerbraucherInnen getroffen. In nur 2 Monaten haben fast 2400 VerbraucherInnen an unserer Umfrage teilgenommen und uns ihre Eindrücke geschildert. Die Meinungen der Umfrageteilnehmer scheinen eindeutig zu sein.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Eindruck vieler Verbraucher: Briefpost wird nicht werktäglich, sondern sehr unregelmäßig zugestellt.
  • Vor allem montags und samstags bleibt der Briefkasten vieler Verbraucherinnen und Verbraucher anscheinend leer.
  • Ob auf dem Lande oder in der Stadt – die Verbraucher haben überall den Eindruck, dass die Briefpost nicht regelmäßig zugestellt wird.
  • Verbraucherinnen und Verbraucher haben klare Präferenzen: Fast 90 % aller Umfrageteilnehmer empfinden eine werktägliche Briefzustellung wichtig.
Briefkasten ist leer
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Montags bleibt der Briefkasten gefühlt leer

Briefpost wird nicht werktäglich, sondern sehr unregelmäßig zugestellt. Das zumindest ist der Eindruck vieler VerbraucherInnen. 85,8 % der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass Briefsendungen nicht an allen Werktagen bei Ihnen ausgetragen werden. Vor allem montags bleibt der Briefkasten vieler VerbraucherInnen anscheinend leer (78,8 %). Auch samstags vermissen viele Leute häufig ihre Post im Briefkasten (16 %). Die restlichen Werktage variieren stark unter den VerbraucherInnen, werden aber häufig in Kombination mit dem Montag genannt.

Werden Briefsendungen an allen Werktagen ausgetragen?
Umfrage zur täglichen Briefzustellung (30.05.2018 - 31.07.2018)  N=2395
Stand: 01.08.2018

 

Verschiedene Umstände, doch der Eindruck bleibt gleich

Die Gründe, die zum Eindruck führen, dass Briefsendungen unregelmäßig und nicht an allen Werktagen zugestellt werden, sind so verschieden wie VerbraucherInnen selbst.

Bei vielen Leuten werden beispielsweise Zeitschriften-Abonnements nicht am eigentlichen Erscheinungstag, sondern erst viel später zugestellt. Auch Werbeprospekte werden in diesem Zuge häufig genannt. Einige VerbraucherInnen beobachten unregelmäßige Briefzustellungen, da an ganz bestimmten Werktagen sowohl sie als auch ihre Nachbarn über mehrere Wochen und Monate keine Briefpost bekommen. An den jeweils darauffolgenden Werktagen erhalten einige VerbraucherInnen dann auffällig viele Briefsendungen. Wiederum andere gelangen zu dem Eindruck, weil beispielsweise Bankkarten und die dazugehörigen PIN taggleich zugestellt werden.

Kurioserweise stellen VerbraucherInnen fest, dass sie in Zeiten, in denen der Stammzusteller von einem Kollegen vertreten wird, an den Tagen Briefpost erhalten, an denen sie gewöhnlich keine erhalten. Andere berichten von Gesprächen mit Zustellern, die wiederum berichten, dass im Zustellgebiet montags keine Briefe, sondern nur Pakete ausgetragen würden. Der Ärger der Verbraucher geht sogar so weit, dass sie im Selbsttest freitags Briefe versenden, um zu prüfen, ob sie am darauffolgenden Montag zugestellt werden.

Die Wohngegend scheint keine Rolle zu spielen

Ob auf dem Lande oder in der Stadt – die VerbraucherInnen haben überall den Eindruck, dass die Briefpost nicht regelmäßig zugestellt wird. Die Wohngegend scheint demnach keine Rolle zu spielen. Dieser Eindruck zieht sich auch durch alle Bundesländer. Bundesweit besteht das Gefühl, dass nicht an allen Werktagen Briefsendungen ausgetragen werden.

Zudem ist es egal, ob ein Zusteller in bestimmten Zustellbezirken gleichzeitig Briefe und Pakete zustellt (sog. Verbundzustellbezirk) oder ein separater Bote Briefe austrägt, der Eindruck der VerbraucherInnen ist auch hier gleich – Briefe werden gefühlt nicht werktäglich ausgetragen.

Eine werktägliche Briefzustellung ist den VerbraucherInnen wichtig

VerbraucherInnen haben klare Präferenzen: Fast 90 % aller Umfrageteilnehmer empfinden eine werktägliche Briefzustellung sehr und eher wichtig. Diese Ansicht vertreten nicht nur die VerbraucherInnen, deren Briefpost unregelmäßig zugestellt wird, sondern auch diejenigen, bei denen an allen Werktagen Briefe zugestellt werden. Auch hierbei scheint die Wohngegend keine Rolle zu spielen. Egal ob städtisch, teilweise städtisch oder ländlich – der Stellenwert einer regelmäßigen, werktäglichen Briefzustellung ist überwiegend hoch.

Wie wichtig ist eine Briefzustellung an allen Werktagen?
Umfrage zur täglichen Briefzustellung (30.05.2018 - 31.07.2018)  N=2395
Stand: 01.08.2018 

 

Briefe und Pakete werden überwiegend separat ausgetragen

In 28,2 % werden Briefe und Pakete im Verbund, also gemeinsam von ein und demselben Zusteller, ausgetragen. Über die Hälfte (54,2 %) der VerbraucherInnen gibt an, separate Zusteller für Briefe und Pakete im Bezirk zu haben. Verbundzustellbezirke befinden sich vorwiegend in ländlichen (50,8 %) und teilweise auch in suburbanen (30,8 %) Wohngegenden. Da der Anteil an Verbundzustellbezirken anscheinend stark an ländlichen Wohngegenden gekoppelt ist, würde dieser wahrscheinlich etwas höher ausfallen, wenn der Anteil der Umfrageteilnehmer aus ländlichen Gebieten (23 %) höher gewesen wäre. Fast die Hälfte (47,8 %) der Befragten kommt aus städtischen Wohngegenden.

Der Zustellprozess ist und bleibt problembehaftet

Viele VerbraucherInnen in Deutschland haben oftmals mit unbefriedigenden Situationen am Postmarkt zu kämpfen. Neben den oben geschilderten Eindrücken erreichen uns regelmäßig Beschwerden von VerbraucherInnen, die uns Probleme im Zusammenhang mit der Zustellung schildern. Der Zustellprozess am Brief- und Paketmarkt ist und bleibt damit ein Problemfeld, welches es weiter zu beobachten gilt. Aus unserer Sicht sind die Postdienstleister gehalten, eine ordnungsgemäße Ablieferungsqualität von Briefen und Paketen im Sinne der VebraucherInnen sicherzustellen.

Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Umfrage mit 2.395 Personen. Die Umfrage wurde im Rahmen des Projektes „Post-Ärger“ im Zeitraum vom 30.05.2018 bis zum 31.07.2018 auf der Seite www.post-ärger.de durchgeführt.

 

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