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Der Nachsendeauftrag – Auch Ihre Post will „nach Hause“

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Mit einem Nachsendeauftrag können Sie sich Post an eine neue Adresse weiterleiten lassen
  • Ein Nachsendeauftrag ist hilfreich bei Umzügen, Betreuungs- oder Sterbefällen
  • Der Nachsendeauftrag ist in der Regel kostenpflichtig, zeitlich befristet und erfasst nicht jede Sendungsart
Nachsendeauftrag beim Umzug
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Wer bei einem Postunternehmen einen Nachsendungsauftrag stellt, bekommt Post, die an eine alte Adresse gerichtet ist, stattdessen an eine neue Adresse geliefert. Das kann in vielen Situationen eine Erleichterung sein und sicherstellen, dass wichtige Dokumente und persönliche Sendungen ankommen. Einen Nachsendeauftrag können Sie für Briefe in der Regel in der Filiale oder auch online bei den Postunternehmen beantragen. Ein Nachsendeauftrag kann für verschiedene Laufzeiten, zum Beispiel 6, 12 oder 24 Monate, beantragt werden und ist üblicherweise kostenpflichtig. Häufig sind dabei längere Zeiträume rabattiert. Auch kann der Nachsendeauftrag regelmäßig nachträglich kostenpflichtig verlängert werden. Sollen auch Päckchen und Pakete weitergeleitet werden, kann dafür ein zusätzlicher Nachsendeservice gebucht werden.

Wann eignet sich eine Nachsendung?

Wer umzieht, hat vieles zu organisieren. Dazu gehört auch, dafür zu sorgen, dass die Post an der neuen Adresse ankommt. Sinnvoll ist es hier, die Adressänderung im Voraus wichtigen Vertragspartnern, Familie und Freunden mitzuteilen. So können Briefe, Päckchen und Pakete von den Absendern direkt richtig adressiert werden und gelangen so in der üblichen Versandzeit ohne Umweg an das gewünschte Ziel und landen nicht ausversehen bei Nachmietern oder „verwaisten“ Briefkästen bzw. Hausfluren.

Für die übrigen Sendungen eignet sich der Nachsendeauftrag, der am besten frühzeitig gestellt werden sollte. Die Deutsche Post AG zum Beispiel empfiehlt den Antrag 2 bis 3 Wochen, mindestens aber 5 Werktage vor gewünschtem Nachsendebeginn zu stellen. Mit dem Start des Nachsendeauftrages werden an die alte Adresse gesandte Briefe erfasst, mit der neuen Adressen versehen und an diese weitergeleitet. Der Brief kann dadurch ein paar Tage länger auf dem Weg sein und später an der neuen Adresse eintreffen.

Nicht nur für den Umzug, sondern auch im Sterbe- oder Betreuungsfall kann ein Nachsendeauftrag nützlich sein. So können sich Angehörige bzw. Betreuer die Post zusenden lassen. Wird die Nachsendung nicht mehr benötigt, muss die Vereinbarung gegenüber dem Postunternehmen aufgelöst werden.

Wann ist eine Nachsendung nicht möglich?

Achten Sie bei dem Nachsendeauftrag darauf, welche Sendungen durch den Auftrag an die neue Adresse nicht weitergeleitet werden können und informieren Sie sich beim jeweiligen Postunternehmen. Verfügt der Absender auf den Umschlag „nicht nachsenden“ oder „Bei Umzug mit neuen Anschrift zurück“ greift der Nachsendungsauftrag nicht. Außerdem können einige Sendungsarten ausgeschlossen sein, zum Beispiel für Inlandsnachsendungen Tageszeitungen, Magazine oder Expressendungen. Für Sendungen, die in das Ausland nachgesendet werden sollen, können sogar noch weitere Einschränkungen, z.B. bei Wertbriefen oder Warensendungen, gelten. Diese Versandstücke werden im Falle des Umzugs an den Absender zurückgesandt.

Eine Abweichung von üblichen Versandabläufen birgt auch die Gefahr, dass es zu Verzögerungen oder Verlust der Sendung kommt. Wer wertvolle Post erwartet, sollte hier dafür sorgen, dass der Absender die neue Anschrift kennt und nutzt. Mieter eines Postfachs sollten erfragen, was mit der Post passiert, die nicht nachgesandt wird. In Betracht kommt hier die Rücksendung an den Absender oder Lagerung der Post im Postfach, die dann abgeholt werden muss.

Gibt es eine Alternative zur Nachsendung? Die Lagerung – Wenn Ihre Post „Ferien macht“

Wer z.B. durch Weltreise, Urlaub, Kur oder Auslandsstudium nur vorübergehend abwesend ist, kann seine Post kostenpflichtig einlagern lassen. Unternehmen bieten bei diesem Lagerservice an, Briefe und andere Sendungen, die in der Zeit der Abwesenheit eintreffen, sicher aufzubewahren. Auch der Lagerservice sollte frühzeitig gebucht werden, gilt regelmäßig für einen bestimmten Zeitraum und ist mit Kosten verbunden.

Denken Sie aber daran, dass Sie die gelagerte Post auch regelmäßig zur Kenntnis nehmen. Anderenfalls drohen Ihnen möglicherweise verpasste Fristen und damit einhergehende rechtliche Konsequenzen, wie Vertragsverlängerungen, Vollstreckungs- oder rechtskräftige Verwaltungsbescheide.

Erfahren andere Postunternehmen oder Absender von meiner neuen Adresse?

Weil Post nicht nur von einem Unternehmen, sondern auch etwa von regionalen Versanddienstleistern transportiert wird, stellt sich die Frage, wie eine weitgreifende Nachsendung erreicht wird. Die Deutsche Post zum Beispiel leitet bei einem Nachsendeauftrag die neue Adresse an andere Postunternehmen weiter, damit auch diese die Sendungen an die neue Adresse liefern. Wer damit nicht einverstanden ist, kann dieser Datenweitergabe widersprechen. Das kann jedoch dazu führen, dass wichtige Briefe nicht zugestellt werden.

Neben anderen Postunternehmen werden auch Absender, die zuvor Sendungen an die alte Adresse gesandt haben, regelmäßig mit den neuen Adressdaten versorgt, soweit der Verbraucher dies wünscht. Dem kann ein Aufkommen ungeliebter Werbung an der neuen Adresse folgen. Auch nachträglich kann hiergegen Widerspruch eingelegt werden.

Informieren Sie sich beim jeweiligen Anbieter, ob und an wen die Daten weitergegeben werden, verweigern Sie gegebenenfalls die Zustimmung bzw. widersprechen Sie bei Bedarf.

Teure Drittanbieter – Achtung bei Nachsendeaufträgen über das Internet

Achten Sie beim Nachsendeauftrag auf die konkrete Leistung des Anbieters und ob es sich hierbei tatsächlich um den Postdienstleister selbst handelt. Vergleichen Sie die Angebote genau.

Es gibt insbesondere im Internet teure Drittanbieter, die durch ihre Internetseiten den Anschein eines Postunternehmens erwecken, hohe Kosten verlangen und letztlich wenig bieten z.B. indem diese nur für Sie den Nachsendeauftrag beim eigentlichen Postdienstleister stellen.

 

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