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"Abwarten und Tee trinken"

Stand:

(Januar 2017) Damit ein Paket ans Ziel kommt, muss es nicht nur Verladungen, Gewichts- und Schnittstellen­kontrollen über sich ergehen lassen, sondern auch Öffnungs- und Urlaubszeiten von Paket-Shops beachten. Das geht nicht immer gut.

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Beschwerde einer Verbraucherin:

Ich habe nach erfolglosen Zustellversuchen durch GLS kurz vor Weihnachten auf Anraten des Kundenservices ein Päckchen per Internet umverfügt. Ich habe einen GLS-Shop (Teeladen) raus gesucht und eine Bestätigung erhalten. Als ich mein Paket am nächsten Tag dort abholen wollte, musste ich jedoch feststellen, dass der Laden Urlaub machte.

Also habe ich nach einem Anruf beim Kundenservice einen neuen GLS-Shop (Internetcafe) raus gesucht. Am 2.1., wurde das Päckchen dann an den neuen GLS-Shop (Internetcafe) geliefert, morgens um 8:15 Uhr. Das Internetcafe öffnet aber erst später. Also landete mein Paket wieder im Depot. Dann habe ich beim Kundenservice nachgefragt, ob sie denn nicht wüssten, wann ihre GLS-Shops im Urlaub wären und wie deren Öffnungszeiten sind, aber darauf habe ich keine Antwort erhalten. Auf meine Frage, ob ich denn mein Paket persönlich im fast 40 km entfernten Ort abholen könne, hieß es "sie können es ja probieren, aber die Chancen stehen schlecht", denn das Paket sei nun verschlossen in einem Koffer und dieser könne nicht geöffnet werden. Das Paket würde aber am 9.1. (1 Woche später!) wieder zu dem GLS-Shop gebracht und dort könne ich es ja abholen. Am 9.1. habe ich in der Sendungsverfolgung tatsächlich gesehen, dass mein Päckchen im GLS-Shop angekommen ist.

Leider ist das Paket nicht im Internetcafe gelandet, sondern im Teeladen...

 

Was die Verbraucherzentrale dazu sagt:

Im Falle, dass Paketdienstleister Paket-Shops zur Ablieferung von Paketen anbieten, sollten die Paketdienstleister unserer Ansicht nach auch dafür Sorge tragen, dass die Pakete tatsächlich dort abgeliefert werden können. Entsprechend sollten die Paketdienstleister über die Urlaubs- und Öffnungszeiten der "eigenen" Shops informiert sein und diese berücksichtigen. Berücksichtigt der Paketdienstleister die Öffnungs- und Urlaubszeiten nicht, ist er unserer Meinung nach weiterhin in der Pflicht, das Paket bei dem (zuletzt) vereinbarten Paket-Shop als Empfänger abzuliefern.

  • Falls Sie bereits wissen, dass Sie bei einem Zustellversuch nicht zuhause sein werden, versuchen Sie auf alternative Zustellmethoden, wie einen Nachbarn, Paket-Shop oder eine Wunschtagzustellung zurückzugreifen. So ersparen Sie sich gegebenenfalls unnötige Zustellversuche und "Paket-Odysseen".
  • Beachten Sie auch, dass bei bestimmten Paketdienstleistern z.B. Päckchen nicht grundsätzlich gegen Verlust versichert sind. Informieren Sie sich im Zweifel vorher beim Paketdienstleister und wählen Sie eine versicherte Versandart.
  • Denken Sie auch daran, dass die Laufzeiten grundsätzlich nur Regellaufzeiten sind. Wollen Sie ein Paket garantiert zu einem Datum erhalten, müssen Sie hierfür eine besondere Versandart wie "Expressversand" wählen.

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