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Max - ich habe heute leider kein Paket für Dich

Stand:

(Oktober 2016) Ein Paket in einem Paketshop abzuholen, ist Alltag für viele Verbraucherinnen und Verbraucher. Am eigenen Vornamen zu scheitern, wohl eher nicht.

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Beschwerde eines Verbrauchers:

Das Paket wurde trotz Anwesenheit nicht zugestellt, eine Benachrichtigung wurde nicht geschickt. Die Herausgabe des Paketes wurde in der Postfiliale verweigert, da als Empfänger Max steht, in meinem Ausweis aber Maximilian.

Laut Postbeamten in der Filiale wäre die Abkürzung M. möglich, nicht jedoch die deutlich genauere Abkürzung Max. Eine bei einem erneuten Besuch der Filiale vorgelegte, von Max ausgestellte, Vollmacht für Maximilian wurde nicht akzeptiert, da der Postbeamte ja wisse, dass Maximilian Max wäre und es Max ja eigentlich nicht gäbe. Das Paket wurde also nicht ausgehändigt.

Stellungnahme der DHL:
Leider können wir anhand der vorliegenden Daten kein Anliegen in unserem System finden.
Wir bitten um Kontaktaufnahme mit unserem Kundenservice, damit die nötigen Recherchen eingeleitet werden können. Dies kann online unter www.dhl.de/meinkundenservice oder telefonisch unter 0228 4333112 erfolgen.

Was die Verbraucherzentrale dazu sagt:

Die Paketdienstleister sind unserer Ansicht nach verpflichtet, Pakete beim Empfänger abzuliefern und sich bei Zweifeln über die Identität desjenigen zu vergewissern, der das Paket in Empfang nehmen soll. Dies gilt natürlich im besonderen Maße für die Selbstabholung in einem Paketshop. Hier ist regelmäßig die Vorlage des Personalausweises vonnöten.

Schlicht kurios erscheint hingegen die vorgenommene Differenzierung zwischen abgekürztem Vornamen und Anfangsbuchstaben des selbigen – weichen doch beide Varianten von den Angaben im Personalausweis ab. Und die berechtigte Frage bleibt: Lassen sich besondere Umstände, z.B. weil Maximilian, Max. Maxim und M. an derselben Adresse wohnen, durch Angabe des Anfangsbuchstabens besser ausräumen? Auch hier gilt wieder: Gut gemeint, ist nicht immer gut gemacht.

Auf die Spitze getrieben bedeutet das, Empfänger, die ihren im Personalausweis vermerkten Zweitnamen nicht tatsächlich nutzen, Pakete wohl niemals in Paketshops abholen könnten. Denn es bestünde ja stets Zweifel daran, ob nicht jemand anderes an derselben Adresse den fast gleichen Namen trägt…

Auch die Tatsache, dass das Paket genauso gut bei einem Nachbarn hätte abgegeben werden können oder die Abholung im Paketshop in Stellvertretung erfolgen kann, sprechen für sich.

  • Vermeiden Sie im Zweifel Kosenamen und Abkürzungen des Vornamens für den Empfänger.
  • Achtung bei Post-Ident - oder anderen persönlichen Sendungen: Hier ist die genaue Angabe des Namens gemäß ihres Personalausweises Pflicht. Eine Zustellung erfolgt nämlich nur gegen genaue Identifikation unter Vorlage des Personalausweises an den Empfänger persönlich. Eine Ersatzzustellung oder Abholung mit Vollmacht ist nicht möglich.
  • Versuchen Sie die Zustellung bestenfalls so zu koordinieren, dass sie beim ersten Zustellversuch Erfolg hat, z.B. durch Wahl eines Wunschtags oder eines Wunschnachbarn.

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