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Wie werde ich ein Paket mit falschem Inhalt wieder los

Stand:

(Mai 2017) Die ordnungsgemäße Zustellung eines Pakets mit falschem Inhalt gehört zu den selteneren Beschwerdegründen. Ausschließen lassen sich auch solche Ärgernisse allerdings nie, wie der folgende Fall einer Verbraucherin zeigt.

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Beschwerde einer Verbraucherin:

Das Paket wurde pünktlich, bei meinen Nachbarn, abgegeben. Allerdings befanden sich in dem Paket nicht die zwei Leinwände, die ich bestellt hatte, sondern Stoßdämpfer.

Nun fühlt sich keiner verantwortlich. Das Paket steht immer noch bei mir zu Hause. Eigentlich sollte zumindest das falsche Paket von DPD am Samstag, so die Absprache mit DPD, abgeholt werden. Dies ist nicht geschehen, obwohl ich den gesamten Tag zu Hause war und extra meine Telefonnummer hinterlassen habe. Jetzt habe ich ein falsches Paket zu Hause und weiß nicht was ich damit machen soll. Mein persönliches Eigentum, da es sich bei den Leinwänden um private Fotos handelt, ist sonst wo und keiner kümmert sich.

Das Paket mit den Stoßdämpfern war ganz korrekt an mich adressiert mit Aufkleber, alles stimmte: Name, Adresse, Bestell- und Sendungsnummer. Auf meine Frage, wie so etwas überhaupt passieren kann, habe ich keine Antwort erhalten...

Stellungnahme des Paketdienstleisters:

Der Anbieter (DPD) ist nicht bereit uns gegenüber hierzu eine Stellungnahme abzugeben.

Was die Verbraucherzentrale dazu sagt:

Die fehlerhafte Zustellung eines Pakets durch den Paketdienstleister, sei es beim falschen Adressaten oder am falschen Ort, sorgt häufig für Ärger und Beschwerden. Die korrekte Zustellung eines Pakets mit falschem Inhalt ist hingegen seltener, jedoch genauso ärgerlich und kann ganz verschiedene Ursachen haben: Einerseits kann der Fehler beim Absender liegen, der schlicht andere Ware als gewünscht verschickt hat. Andererseits kann das Problem auch beim Paketdienstleister entstanden sein,zum Beispiel auf Grund einer fehlerhaften Nachadressierung eines fremden Pakets. Wir empfehlen Ihnen daher, sich zunächst zur Fehlersuche an den Absender zu wenden. Hierbei wird sich dann auch klären lassen, ob die ursprüngliche Ware überhaupt verschickt wurde und falls ja, ein Nachforschungsauftrag beim Paketdienstleister gestellt werden sollte.

Die Rücksendung des tatsächlich abgelieferten Pakets kann grundsätzlich auf zwei Arten geschehen. Entweder auf Grund einer Vereinbarung zwischen dem ursprünglichen Absender und dem ursprünglichen Paketdienstleister, zum Beispiel als Retoure mit einem Rücksendeschein. Alternativ kann der Empfänger auch unabhängig davon einen Paketdienstleister frei wählen und mit dem Rückversand beauftragen. In diesem Falle muss der Empfänger jedoch regelmäßig zunächst das Porto gegenüber dem Paketdienstleister entrichten.

Soweit eine Abholung des Pakets vereinbart wurde, ist der Paketdienstleister dann verpflichtet, das Paket zum Transport am vereinbarten Ort und zur vereinbarten Zeit abzuholen und es bei dem ursprünglichen Absender abzuliefern. Erscheint der Paketdienstleister nicht, beschweren Sie sich und setzen dem Paketdienstleister eine Frist zur Abholung des Pakets. Informieren Sie auch den ursprünglichen Absender über die Verzögerung.

  • Wenden Sie sich bei einem korrekt adressierten Paket mit falschem Inhalt zunächst an den Absender, um zu klären, ob der Fehler bei dem Absender oder dem Paketdienstleister liegt.
  • Stellen Sie bzw. der Absender einen Nachforschungsauftrag, falls darüber hinaus noch ein Paket mit dem gewünschten Inhalt vermisst wird.
  • Wurde schlicht falsche Ware vom Absender geschickt, klären Sie mit diesem den Rückversand und ggf. den Erhalt eines Rücksendescheins.
  • Wurde für die Rücksendung des Pakets an den ursprünglichen Absender ein Termin mit dem Paketdienstleister zur Abholung vereinbart und dieser erscheint nicht, bleiben Sie hartnäckig und setzen im Zweifel eine Frist. Informieren Sie auch den ursprünglichen Absender.

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