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Zusteller klingelt nicht und wirft auch keine Benachrichtigungskarte ein

Stand:

(März 2016) Ein unterbliebener Zustellversuch durch den Paketdienstleister ist mit Abstand der häufigste Beschwerdegrund und betrifft durchgängig alle großen Anbieter.

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Beschwerde eines Verbrauchers:

Ich konnte das DHL-Fahrzeug vor dem Haus sehen. Es hielt an, ich hörte ein Türklappern. Das Fahrzeug parkte ca. 2 Minuten vor dem Haus. Der Zusteller klingelte aber nicht. Das Fahrzeug fuhr dann weiter. In der Sendungsverfolgung sah ich dann, dass "die Sendung nicht zugestellt werden konnte". Warum nicht? Ich soll es jetzt in einer Filiale abholen! Hätte der Zusteller geklingelt, dann wäre auch eine Benachrichtigung im Briefkasten gewesen. Das war aber nicht der Fall. Anruf bei der DHL-Hotline mit der Beschwerdeaufnahme. Leider gab es schon mehrmals Probleme mit DHL (auch außer der Streikzeiten). Zumal ich die Ware bereits bezahlt habe!

Die Verbraucherzentrale sagt dazu:

Die Paketdienstleister sind unserer Einschätzung nach vertraglich verpflichtet, einen ernsthaften Zustellungsversuch zu unternehmen. Erst wenn dieser gescheitert ist, darf der Paketdienstleister ggf. eine Ersatzzustellung z.B. bei einem Nachbarn oder einem Paketshop vornehmen. Hierüber ist der Empfänger in jedem Fall zu informieren, damit er weiß, dass ihm ein Paket zugestellt werden soll und wo er es entgegen nehmen kann.
Wir sehen den Paketdienstleister auch in der Pflicht, sich Kundenbeschwerden angemessen und ernsthaft anzunehmen, insbesondere in Fällen, wie dem vorliegenden, in denen der Paketdienstleister seine vertraglichen Pflichten nicht erfüllt.

Dass es sich hierbei jedoch um keinen Einzelfall handelt, zeigen die bisher bei Paket-Ärger.de eingegangen Beschwerden.

Ein unterbliebener Zustellversuch durch den Paketdienstleister ist mit Abstand der häufigste Beschwerdegrund und betrifft durchgängig alle großen Anbieter. Die unterbliebene Benachrichtigung über die Ersatzzustellung folgt auf dem dritten Platz.

Damit wir langfristig gesehen solche Probleme am Paketmarkt identifizieren können und für den Verbraucher positive Veränderungen herbeiführen können, nutzen Sie auch weiterhin die Möglichkeit, uns Ihre Probleme mit Paketdienstleistern zu schildern. Gemeinsam können wir Missstände am Paketmarkt aufdecken.

  • Beschwerden Sie sich bei dem Paketdienstleister und dem Versender über den unterbliebenen Zustellversuch.

  • Bleiben Sie hartnäckig und wenden Sie sich ggf. auch per Einschreiben an die Geschäftsleitung des Paketdienstleisters, sollte Ihre Beschwerde über die angebotenen Kontaktkanäle kein Gehör finden.

  • Bleiben Ihre Kontakt- und Beschwerdeversuche langfristig erfolglos, denken Sie über einen Wechsel des Paketdienstleisters nach.

  • Sollte keine Einigung in Sicht sein, haben Sie die Möglichkeit, die "Schlichtungsstelle Post" der Bundesnetzagentur einzuschalten:

    Die Teilnahme an diesem außergerichtlichen Verfahren zur Streitbeilegung ist für beide Seiten freiwillig und der Schlichterspruch ist nicht bindend. Dennoch bietet das Verfahren eine weitere Chance sich außergerichtlich mit dem Paketdienstleister zu einigen. Das Verfahren ist ab dem 01. April 2016 kostenfrei. Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.bundesnetzagentur.de/post-schlichtungsstelle

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