Menü

“Frohe Ostern – Pakete mit Identitätsirrtum“

Stand:

Was haben die Zahlen 141, 142, 144 und 148 gemeinsam? Wir wissen es auch nicht recht, aber für eine Verbraucherin waren sie mit einer Menge Ärger verbunden…

Osterhase
Off

Beschwerde einer Verbraucherin:

Die Packstation 141 ist defekt und der Defekt wurde bisher nicht behoben. Was macht DHL daraufhin? DHL verteilt die an mich adressierten Pakete quer über das ganze Stadtgebiet: eines zur Packstation 144, ein weiteres zur Packstation 142, noch ein weiteres zur Packstation 148.
 
Diese Pakete sind nicht in der ursprünglichen Packstation zugestellt, sondern quer durch den ganzen Ort verteilt worden.

Und morgen kommt noch ein Paket, mal sehen, wo das landet. Ich darf jetzt den Abend (nach meinem Feierabend) damit verbringen mit Hilfe von Bussen und Straßenbahnen die Stadt abzufahren und mir meine Pakete zusammen suchen.

Unmöglich so etwas! Eine zentrale Packstation wie die am Hauptbahnhof nicht umgehend Instand zu setzen!

Bonus: Die Versender-Software zeigt an, dass alle Pakete in der Packstation 141 liegen.


Was die Verbraucherzentrale dazu sagt:

Alternative Zustellmöglichkeiten wie Paketshops, Paketboxen oder Packstationen sollen Verbraucher/innen und Zusteller/innen den Paket-Alltag erleichtern. Vergebliche Zustellversuche und Ersatzzustellungen können vermieden und so allen Beteiligten im besten Falle Zeit und Aufwand erspart werden.

Bei Problemen mit diesen alternativen Zustellmöglichkeiten ist der Ärger jedoch häufig groß und mit viel Mehraufwand bzw. Geduldsproben für Verbraucherinnen und Verbraucher verbunden.

Grundsätzlich sollten Verbraucherinnen und Verbraucher beachten, dass auch die Nutzung der Packstationen gewissen Einschränkungen unterliegt und eine Ablieferung in der „Lieblingsstation“ nicht immer gewährleistet wird:
        
DHL behält sich nämlich in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (DHL AGB Versand- und Empfangsoptionen) vor, Pakete an nahe gelegene Packstationen oder nahe gelegene Filialen auszuliefern und zur Abholung bereit zu halten, falls ein Paket wegen Kapazitätserschöpfung oder wegen anderer Gründe (z.B. zu große Paketmaße) nicht in die ausgewählte Packstation eingeliefert werden kann.

Es ist daher nicht grundsätzlich auszuschließen, dass eine Lieferung in Einzelfällen in eine andere als die gewünschte Packstation erfolgt.

Aus unserer Sicht darf eine solche Packstations-„Ersatzzustellung“ jedoch nicht willkürlich geschehen.

Vor allem hat der Paketdienstleister unserer Meinung nach sicher zu stellen, dass die ersatzweise angelieferte Packstation bzw. Filiale auch tatsächlich in der Nähe gelegen ist und die verbundene Paketabholung für Verbraucherinnen und Verbraucher keinen Mehraufwand darstellt.

Dazu gehört auch, dass Verbraucherinnen und Verbraucher darüber informiert werden, wo genau sie ihre Lieferung abholen können.

Tipps:


Lesen Sie auch, was in den Vormonaten besonders geärgert hat!

Darüber hinaus haben wir zwei Jahre lang besonderen Ärger rund ums Paket gesammelt. Unsere Paket-Ärger-des-Monats aus den Jahren 2015-2017 finden Sie hier.

 

Förderlogo BMJV