Menü

Statistik zu Brief-Beschwerden: Juli bis einschließlich Dezember 2018

Stand:

Seit dem Start des Briefportals im Dezember 2017 sind bei uns insgesamt 5.280 Verbraucherbeschwerden bis Dezember 2018 zu Briefdienstleistungen eingegangen. Diese Beschwerden zeigen, dass auf dem Briefmarkt Probleme vorliegen.

Die erkannten Missstände werden durch unser Projekt beobachtet und analysiert, um daraufhin durch rechtliche und politische Maßnahmen die Lage aller VerbraucherInnen am Briefmarkt zu stärken.

Statistiken
Off

Um einen Einblick in den Ärger mit Briefen zu erhalten, werden nachfolgend für den Zeitraum Juli 2018 bis Dezember 2018 Ergebnisse aus dem Projekt dargestellt. Im Zeitraum von Juli 2018 bis Dezember 2018 sind bei der Verbraucherzentrale 2.948 Brief-Beschwerden der Verbraucher eingegangen.

Anteil an Brief-Beschwerden nach Bundesländern je 100.000 Einwohner*

*Bezieht sich auf Fälle, in denen die Einwilligung zur Speicherung der personenbezogenen Daten gegeben wurde.

Gemessen an der jeweiligen Bevölkerungszahl verzeichnet das Bundesland Berlin den größten Anteil an Beschwerden je 100.000 Einwohner (8,4). Auch Hamburg (6,1) und Hessen (4,8) stehen im Ländervergleich weit oben.

Bundesland Brief-Beschwerden
pro 100.000 Einwohner
Bundesland Brief-Beschwerden
pro 100.000 Einwohner
Baden-Württemberg 3,4 Niedersachsen 3,3
Bayern 2,4 Nordrhein-Westfalen 3,3
Berlin 8,4 Rheinland-Pfalz 2,9
Brandenburg 4,4 Saarland 3,3
Bremen 3,5 Sachsen 2,0
Hamburg 6,1 Sachsen-Anhalt 1,8
Hessen 4,8 Schleswig-Holstein 4,0
Mecklenburg-Vorpommern 1,2 Thüringen 3,4

Eine Übersicht über Paket-Beschwerden finden Sie in diesem Artikel.


Anteil an Beschwerden nach Briefdienstleister

 

96,7 % aller Verbraucherbeschwerden zu Briefdienstleistungen fallen auf die Deutsche Post[1]. Der Briefmarkt wird vor allem durch die Deutsche Post bestimmt (knapp 85 % der Sendungsmenge[2]) – dementsprechend deutlich ist der Anteil an den Beschwerdezahlen.

Unter den sonstigen Briefdiensten befinden sich unter anderem Postcon, Citipost oder Pin Mail.

Die Wettbewerber konzentrieren sich dabei zumeist verstärkt auf das Geschäftskundensegment. Briefdienstleistungen für Privatkunden werden immer noch fast ausschließlich von der Deutschen Post erbracht. Es muss berücksichtigt werden, dass sich die Beschwerdezahlen nur auf den Markt beziehen, an dem Verbraucher beteiligt waren (B2C-Sektor und C2C-Sektor), wodurch sich der Markt nicht eins zu eins in den Anteilen der Beschwerdezahlen wiederfindet.


[1] Vor diesem Hintergrund muss erwähnt werden, dass viele VerbraucherInnen die Zustellung der Post mit der Deutschen Post AG gleichsetzen. Eine Zustellung durch andere Briefdienste wird dadurch nicht immer wahrgenommen – das Bild wird dadurch leicht verzerrt. Vermutlich fällt der Anteil der DPAG an den Briefbeschwerden daher hoch aus.

[2] Statista 2018: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/6924/umfrage/marktanteile-von-post-und-konkurrenten-bezogen-auf-sendungsmengen/.


 

Beschwerdegründe der VerbraucherInnen

Infografik zu Beschwerdegründen bei Briefzustellung

 

Keine Zustellung bzw. eine fehlgeschlagene Zustellung ist das Hauptärgernis vieler VerbraucherInnen (37,2 %). Angeprangert wird hierbei oft ausbleibende Briefpost an bestimmten Werktagen, vor allem an Montagen.

Die sogenannte „Letzte Meile“ ist demnach nicht nur auf dem Paket-, sondern auch auf dem Briefmarkt das größte Problem. VerbraucherInnen bemängeln jedoch auch Lange Laufzeiten (15,5 %). Auffällig sind auch die vielen Beschwerden zu verloren gegangenen Sendungen (15,5 %).

Unter der Kategorie Sonstiges fallen viele Themen, die auch mit den anderen Kategorien abgedeckt wären – die meisten Beschwerden handeln hierbei allerdings davon, dass nicht an allen Werktagen Briefe ausgetragen werden. Darüber hinaus wird Sonstiges auch bei mehreren gleichzeitig auftretenden Problemen ausgewählt.

Förderlogo BMJV