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Statistiken zu den Paket-Beschwerden

Stand:

Seit dem Start des Paketportals im Dezember 2015 sind bei uns insgesamt 32.960 (bis Juli 2018) Verbraucherbeschwerden zu Paketdienstleistungen eingegangen. Diese Beschwerden zeigen, dass auf dem Paketmarkt Probleme vorliegen.

Die erkannten Missstände werden durch unser Projekt beobachtet und analysiert, um daraufhin durch rechtliche und politische Maßnahmen die Lage aller VerbraucherInnen am Paketmarkt zu stärken.

Statistiken
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Um einen Einblick in den Ärger mit Paketen zu erhalten, werden nachfolgend für den Zeitraum Februar 2018 bis Juli 2018 Ergebnisse aus dem Projekt dargestellt.

Anteil an Paket-Beschwerden nach Bundesländern je 100.000 Einwohner

Die Karte zeigt daher den Anteil an Beschwerden nach Bundesländern je 100.000 Einwohner. Anteilig an der jeweiligen Bevölkerungszahl verzeichnet das Bundesland Berlin den größten Wert (23,2) – dicht gefolgt von Hamburg (22,1). Auch Bremen (11,2) liegt noch deutlich vor den restlichen Bundesländern.

Im Zeitraum vom Februar 2018 bis Juli 2018 sind bei der Verbraucherzentrale 5502 Paket-Beschwerden der Verbraucher eingegangen.

Bundesland Paket-Beschwerden
pro 100.000 Einwohner
Bundesland Paket-Beschwerden
pro 100.000 Einwohner
Baden-Württemberg 4.9 Niedersachsen 4.5
Bayern 5.2 Nordrhein-Westfalen 6.9
Berlin 23.2 Rheinland-Pfalz 4.4
Brandenburg 4.4 Saarland 3.2
Bremen 11.2 Sachsen 5.1
Hamburg 22.1 Sachsen-Anhalt 3.1
Hessen 7.5 Schleswig-Holstein 6.6
Mecklenburg-Vorpommern 3.4 Thüringen 3.8

 

Eine Übersicht über Brief-Beschwerden finden Sie auf dieser Karte.

Anteil an Beschwerden nach Paketdienstleister

Antei der Paketdienste an Paketbeschwerden

 

 

Aufgeschlüsselt nach Paketdiensten zeigt sich, dass die DHL mit 73,9 Prozent den größten Anteil an den Beschwerden verzeichnet – gefolgt von Hermes mit 10,7 Prozent und DPD mit 9,6 Prozent.

Der Anteil der Paketdienste bei den Beschwerdezahlen unterscheidet sich von den Anteilen am Paketmarkt (Sendungsmenge, alle Sektoren). [1] Hierbei muss jedoch berücksichtigt werden, dass sich die Beschwerdezahlen nur auf den Markt beziehen, an dem Verbraucher beteiligt waren (B2C-Sektor und C2C-Sektor), wodurch sich der Markt nicht eins zu eins in den Anteilen der Beschwerdezahlen wiederfindet.

 

[1] Studie „Die Individualisierung der Lieferung. Wie neue Konzepte den E-Commerce verändern“ (MRU im Auftrag des bevh), Hamburg August 2016, S. 6, abrufbar unter Die Individualisierung der Lieferung.


 

 

Beschwerdegründe der VerbraucherInnen

Beschwerdegründe Pakete

 

Keine Zustellung, trotz Ankündigung und Anwesenheit ist das Hauptärgernis vieler VerbraucherInnen (41,8 Prozent). Alle weiteren Beschwerdegründe liegen bei unter 11 Prozent. Der Zustellprozess ist den Ergebnissen nach der problematischste Bereich. Beinahe 2/3 der Beschwerden beziehen sich auf die sogenannte „Letzte Meile“.

Unter dem Beschwerdegrund Sonstiges finden sich untergeordnete Probleme, teilweise auch individuelle Fallkonstellation, die von den vorgegebenen Beschwerdegründen nicht abgedeckt werden. Darüber hinaus wird Sonstiges auch bei mehreren gleichzeitig auftretenden Problemen ausgewählt.

 

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