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Wertbrief – Der Brief fürs „Kostbare“

Stand:

Das Wichtigste in Kürze

  • Verschwindet ein Standardbrief mit wertvollem Inhalt, gehen Sie regelmäßig leer aus
  • Mit speziellen Versandarten wie dem Brief „Wert National“ der Deutschen Post können Sie Bargeld oder Sachwerte gegen Verlust und Beschädigung in gewissem Umfang absichern
  • Schadensersatz erhält jedoch nur, wer alle Bedingungen einhält
Geldscheine im Briefumschlag
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Standardbrief weg - Alles weg

Wer zu besonderen Anlässen Geldgeschenke oder seine Onlineverkäufe als Brief versenden möchte, sollte auf die richtige Versandart achten. Geld oder Sachwerte können günstig mit einem Standardbrief verschickt werden. Ärgerlich wird es aber, wenn der Standardbrief sein Ziel nie erreicht, der Inhalt beschädigt wird oder ganz abhandenkommt. Denn dann gehen Empfänger und Versender leer aus. Für verloren gegangene Standardbriefe oder Beschädigungen gibt es grundsätzlich weder Schadensersatz noch kann ein Nachforschungsauftrag gestellt werden.

Trotz gesetzlich vorgesehenen Qualitätsanforderungen an Briefdienstleistungen erreichen nicht alle Briefe wie gewünscht ihr Ziel. Weiterer Nachteil: Beim Standardbrief erhält der Versender keinen Nachweis für den Einwurf und der Brief wird nicht mit einer Sendungsnummer versehen. Dadurch kann nicht nachvollzogen werden, wo sich der Brief befindet und ob der Brief beim Empfänger angekommen ist.

Mehr Sicherheit durch den Spezialversand wie dem Wertbrief

Um Risiken zu verringern, bietet z.B. die Deutsche Post AG gegen Aufpreis den Service „Wert National“, auch Wertbrief genannt, an. Dieser Service bietet gegenüber dem Standardbrief bessere Absicherung für Verlust und Beschädigung. Verschwindet das Bargeld bis zu 100 € in einem „Wert National“ Brief, haftet die Deutsche Post grundsätzlich für den Verlust. Bei verlorenen oder beschädigten Gegenständen mit einem Sachwert bis zu 500 € haftet die Deutsche Post bis 500 €. Eine Kombination von Bargeld und Sachwerten in einem Wertbrief ist allerdings nicht möglich.

Eine Online-Frankierung ist nicht möglich. „Wert National“ können Sie ausschließlich in den Filialen absenden. Hier erhalten Sie den Einlieferungsbeleg, der als Nachweis beim Verlust dient. Die Sendung wird außerdem mit einer Sendungsnummer versehen, so dass Sie im Internet verfolgen können, wo sich der Brief „Wert National“ befindet. Ein weiterer Vorteil: Der Brief wird gegen schriftliche Empfangsbestätigung des Empfängers ausgeliefert. So können Sie nachvollziehen, dass der Brief sein Ziel erreicht hat.

Nicht Alles darf verschickt werden

Nicht jeder Inhalt darf mit einem Brief verschickt werden. Insbesondere bei Smartphones und anderen elektronischen Geräte sollten Sie prüfen, ob der Versand gestattet ist. Denn in vielen Geräten sind Lithiumionenbatterien verbaut, die sich entzünden können und als Gefahrgut eingestuft sind. Informieren Sie sich bei dem jeweiligen Postunternehmen, ob der Inhalt zulässig ist. Einige Waren können unter Einhaltung besonderer Sicherheitsvorkehrungen verschickt werden, andere sind vom Versand ausgeschlossen. 

Aber Vorsicht: Die Haftung ist an viele Bedingungen geknüpft

Für die Absicherung durch den Wertbrief müssen Verbraucher jedoch Einiges beachten.

Die Haftung bei „Wert National“ ist z.B. ausgeschlossen, wenn:

  •  in einem Brief Geld und Sachwerte verschickt werden;
  •  in einem Brief mehr als 100 € Bargeld verschickt wurden;
  •  in einem Brief Gegenstände mit einem Wert von über 500 € verschickt wurden;
  •  der Absender mehrere Briefe mit der Zusatzoption „Wert National“ pro Tag an den gleichen Empfänger versandt hat;
  •  der Absender mehr als fünf Briefe mit der Zusatzoption „Wert National“ an einem Tag eingeliefert hat;
  •  die äußere Verpackung Rückschlüsse auf den Wert des transportierten Inhalts zulässt z.B. Kennzeichnung mit „Wert National“, „wichtig“, „wertvoll“, „für das Geburtstagskind“ oder ein das Basisporto übersteigender Wert an Briefmarken verwendet wird;
  • die Sendung vom Absender nicht ausreichend vor Verlust und Beschädigung geschützt eingeliefert wurde.

Um Schadensersatz für verloren gegangene oder beschädigte „Wert National“-Sendungen zu erhalten, müssen folgende Dokumente vorliegen:

  • Nachforschungsauftrag
  • Einlieferungsbeleg der Filiale (mit Sendungsnummer)
  • Nachweis über den Wert der Gegenstände (außer bei Bargeld)

Bewahren Sie daher alle Nachweise und Belege im Zusammenhang mit dem Brief „Wert National“ gut auf. Im Zweifel dokumentieren Sie auch vor dem Versand, was sie in den Umschlag eingelegt haben, z.B. durch Zeugen oder Lichtbilder. So können Sie im Streitfalle belegen, dass sich in dem Umschlag z.B. tatsächlich eine bestimmte Summe Geld befunden hat.

Möglicherweise bieten auch andere Briefdienstleister einen vergleichbaren Zusatzservice an. Informieren Sie sich daher vor dem Versand bei dem jeweiligen Briefdienstleister über den Umfang und die Bedingungen.

Waren können zudem ebenfalls versichert als Paket versendet werden. Die Paketdienstleister haften für Verlust oder Beschädigung der Ware in der Regel bis 500 € und teilweise sogar bis 750 €.

 

Weitere Tipps finden Sie hier: Sie sind Absender eines Pakets

 

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